Messgeräte

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  • Bild 2 NORMA 1806
    Bild 2 NORMA 1806
  • Bild 1 Isotester "China"
    Bild 1 Isotester "China"
  • Wicklungsschluss
    Wicklungsschluss
  • Import-Milliohmmeter
    Import-Milliohmmeter
  • Eigenbau
    Eigenbau
  • Vierleiter
    Vierleiter
  • Unitest/Log
    Unitest/Log
  • Drive-Calc
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  • Conrad Motor-Checker
    Conrad Motor-Checker
  • WSP1000
    WSP1000
  • Röhrenmulitmeter
    Röhrenmulitmeter
  • Bild 4 Erweiterung
    Bild 4 Erweiterung

Isolationsmessgerät

Ein Isolationsmessgerät benötigen wir, da in einem magnetischem Wechselfeld ein Funke bis zu der 10fachen Strecke überschlagen kann als im stehendem Feld. Ein einfacher Durchgangsprüfer (Multimeter) nicht aussreicht. Sollten ein oder mehrere Drähte "angekratzt" sein, kann im Betrieb auch ein Funke durchschlagen, im bestem Fall endet dies mit einem Motorabsteller, es kann aber auch den Regler kosten.
Mit dem Isotester messen wir alle Drähte im noch unverschaltetem Zustand untereinander, um Wicklungsschlüsse auszuschließen, und alle Drähte gegen die Statorbleche um einen Statorschluss auszuschließen.

Bild 1 Ein typischer 1000V Isotester Made in China, diese werden bereits weit unter 100€ angeboten, für den Hobbybereich völlig ausreichend. Beim Kauf bitte drauf achten das mindestens Mignon-Batterien eingesetzt werden sollten, 9Volt Blocks sind schnell leer.

Im Bild 2 schon etwas besseres, ein NORMA 1806 aus Ebay für 19€, es sieht mit seinem unverwüstlichem Vollmetallgehäuse  richtig kernig aus, der entstehende Funke ist da schon was ordentlich sichtbares. Mitunter lassen sich Schlüsse bei gedämpftem Licht durch Funken-schlag direkt lokalisieren (Bild 3)

Bild 4, Eine Erweiterungsschaltung für den Isotester mit dem in einer Messung Wicklung und Statorschluss gemessen werden kann.

 

 

Milliohmmeter

Mit dem Milliohmmeter kann der Widerstand des Motors aufgenommen werden, und damit die Güte der Wicklung bestimmt werden.
Mit Einschränkungen ist es auch geeignet um Zählfehler und Windungsschlüsse zu lokalisieren, hierzu wird idealerweise vor dem Verschalten der Wicklung gemessen, Windungsschlüsse durch angekratzen Draht, die sich nicht direkt berühren, aber im Betrieb durchschlagen können, sind hiermit nicht lokalisierbar.

Einfache Import Milliohmmeter in Vierleitertechnik (Kelvin-Messverfahren) bekommt man neu ab ca. 100€, Bisher habe ich aber eher schlechte Erfahrungen damit sammeln können, der Messstrom beträgt meist nur 200mA, die Geräte fangen nach kurzer Zeit recht schnell zu driften.

Besser ist hier der Eigenbau, ein altes Stromregelbares Netzteil ist eine wunderbare Ausgangsbasis dafür. Es wird auf 1A Konstantstrom eingestellt, mit einem Multimeter wird mit ein paar Extra-Klemmen der Spannungsabfall gemessen, so ergibt nach Ohmschen Gesetz U/R=I bei 1A Konstantstrom 1mV = 1mOhm. Zum einfacherem Einstellen des Konstantstromes habe ich mir ein Präzisionswiderstand von Isabellenhütte mit 100mOhm besorgt, der Konstantstrom wird nun so eingestellt das das Multimeter die 100mV anzeigt, damit sind auch die Resttoleranzen stark reduziert.

 

 

 

Motortester

Standard ist hier das Unitest von SM-Modellbau, mit ext. Brushlesssensor hat man alle Daten auf dem Display die man braucht. Für die KV (U/V) Messung fährt man das Netzteil mal kurz auf 10Volt an, und teilt die Drehzahl durch 10. Auch weitere schöne Lösungen gibt es bei SM-Modellbau, Unilog,Unisens mit Unidisplay oder die Software Dataexplorer zum live ablesen.

 


Die Schnittstellen der SM-Messgeräte sind direkt mit der Software Drive-Calc kompatibel, 2 Leerlaufmessungen ohne Last, ein paar Lastmessungen mit Propellern oder einer Wirbelstrombremse, und schon kann man sich einer hübschen Drehzahl/Wirkungsgradkurve erfreuen.

 

 

 

 

 

Für die einfache schnelle Messung der spez. Drehzahl gibt es z.B. für den Motor-Checker von Conrad Elektronik, ein kurzer Lauf, und Leerlaufstrom sowie die KV stehen auf dem Display.

 

 

 

Stoßspannung und Crowler

nach einem Stromstoß schwingt eine Spule ohne Schluss länger aus, als eine mit einem Windungsschluss (sie ist gedämpft), derartige Geräte sind aber sehr teuer.
Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet hier: LINK eine schöne Beschreibung sowie die passenden Messgeräte.

Im Bild das altbewährtem WSP1000 von ELV, es srbeitet bereits nach dem Prinzip der Stoßspannungsmessung, es ist für Windungsschlüsse in hochohmigen Transformatoren gedacht, und hat sich hierfür auch bestens bewährt. Für unsere niederohmige Motoren funktioniert das Gerät nur mit entsprechenden Messerweiterung. 

Die Klassische Methode (bezahlbar aber auch nicht mehr ganz ungefährlich), man erregt den Stator über einen externen Elektromagneten (Growler), nun gibt es verschiedene Möglichkeiten nach einen Windungsschluss zu suchen, vorgeschaltetes Ampermeter an der Primärspule (frikelig abzustimmen), Spule mit Kopfhörer (funzt recht gut), oder die Amerikanische Methode; Armature Test on Growler - YouTube